3D – Tutorials, Anleitungen & Howto's
3D Tutorial: Eigene Texturen erstellen
In diesem Tutorial möchte ich euch zeigen, wie Ihr realistische Texturen selbst erstellen könnt. In diesem Beispiel erstelle ich eine Tapetentextur, wie ich sie in dem Schreibtisch Tutorial verwendet habe. Ich habe in einem anderen Tutorial schonmal gezeigt, wie man in Cinema 4D eine Tapetentextur nur mit shadern erstellt. Das ist zwar einfach und ist schnell erstellt, jedoch um halbwegs realistische Innenszene zu gestalten reicht diese leider nicht mehr aus, da sie einfach nicht realistisch wirkt.
Wie fangen wir nun an? Die einfachste Methode ist die, das Ihr mit eurer Digitalkamera durch die Wohnung zieht und eure Tapeten abphotografiert – nein, kein Scherz
Hat man ein paar Bilder gemacht schaut man sie sich auf dem PC an und wählt geeignete Bilder aus. Achtet darauf, das ihr gleichmäßige Bilder habt, wo keine Schatten oder Refektionen von der Sonne oder andereren Lichtquellen zu sehen sind. In einem Bildbearbeitungsprogramm eurer Wahl macht ihr dann daraus ein 300 x 300 Pixel Bild. Sollten die Farben auf euren Bilden nicht so aussehen wie in echt (wie hier in meinem gemachten Foto), dann könnt ihr natürlich mit dem Bildbearbeitungsprogramm etwas nachkolorieren, das mindert nicht sonderlich die Qualität.
So habe ich das Foto nachbearbeitet, und nun schaut es dem Original schon sehr ähnlich:
Nun haben wir den ersten Teil der selbst erstellten Textur. Würden wir jetzt in unserem 3D Programm unseres vertrauens diese Textur in den Farbkanal eines Materials laden und einem Material zuweisen, werden wir zunächst enttäuscht. Doch warum ist das so?
Wir sehen unsere Textur an der Wand aber realistisch wirkt es nicht. Das liegt daran das die Tapeten, die wir an der Wand haben in der Regel eine gewisse “Rauheit” haben, denn wer hat schon glatte Tapeten an der Wand? Nun gilt es diese “Rauheit” auch ins 3D Programm zu bringen.
Dazu öffnen wir unsere erstellte Textur, wandeln sie in Graustufen um und speichern sie gesondert ab. Wir nutzen diese Graustufengrafik dazu dem 3D Programm zu sagen, wo die Tapete die gewünschte Kontur aufweisen soll. In den meisten Programmen kann man eine Textur in einen Relief oder Displacement Kanal laden so wie z.B. in Cinema 4D welches ich hier als Darstellungsprogramm nutze.
Wenn wir nun die Tapetentextur in den Farbkanal und das Graustufenbild in den Reliefkanal laden, dann sollten wir ein Material erstellt haben welches für halbwegs realistische Innenszenen gut geeignet ist. Eben so wie in meiner Schreibtischszene: Man sieht die von uns erstellte “Rauheit” sehr gut, wenn man Sonnenlicht drauf fallen läßt.
